13.07.2015 | Wirtschaftlichkeit  
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DI (FH) Mag. Matthias Lechle

Der Dämm-Champion: Günstiges und langlebiges Leichtgewicht

Profis am Bau freut, dass Styropor höchst angenehm und einfach zu verarbeiten ist. Den Bauherren freut, dass der Dämmstoff in der Anschaffung günstig ist und gleichzeitig über die gesamte Lebensdauer effizient dämmt.

 
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Leicht und einfach zu verarbeiten

Warum Styropor so federleicht ist, ergibt sich aus seiner Herstellung: Polystyrol-Perlen werden mit Wasserdampf erhitzt, wodurch sie sich bis zum 50-fachen ihres Volumens ausdehnen – daher enthält Styropor zu 98 % Luft. Darüber hinaus kann Styropor ohne großen Aufwand bearbeitet werden – der nötige Zuschnitt erfolgt schnell und sauber.

Geht die Dämm-Rechnung auf?
JA – wenn die Dämmung gute Dämmwerte aufweist, kostengünstig in der Anschaffung sowie langlebig ist. Mit Styropor sind Sie hier auf der sicheren Seite.

Und zusätzlich zu Ihrer Geldtasche profitiert auch die Umwelt!

Also kann ich Geld sparen und die Umwelt schützen?
JA, denn Styropor wird energiesparend hergestellt und bietet zu moderaten Anschaffungskosten die bestmögliche Wärmedämmung.

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Hält Styropor auch extremen Belastungen Stand?
JA, denn sogar Straßendämme und Tribünen werden mit meterdicken Styropor-Schichten errichtet. Trotz seines geringen Gewichtes ist Styropor extrem stabil: Wärmedämmplatten halten – je nach Produktart – einer Druckbelastung (bei 2 % Stauchung) von 1,5 bis 6 t/m² stand.

Ein ausgezeichnetes Beispiel für die Druckbelastbarkeit von Styropor ist z.B. die Errichtung von Straßendämmen auf schwierigem Untergrund. So wurde etwa die gesamte Formel-1-Strecke von Shanghai samt Tribünen auf einer meterdicken Styropor-Schichte errichtet.

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Kann Styropor sinnvoll recycelt werden?

JA – denn Styropor ist zu 100 % wiederverwertbar!

Am Ende der sehr langen Nutzungsdauer von Styropor-Dämmstoffen gibt es mehrere, ökologisch und ökonomisch vernünftige Möglichkeiten der Nachnutzung. Eine Variante ist die bloße Wiederverwendung der Dämmplatten. In den meisten Fällen jedoch werden Styropor-Abfälle mechanisch recycelt oder zur Energierückgewinnung eingesetzt.

Beim mechanischen Recycling werden die Styropor-Abfälle zu Granulat vermahlen. Es wird z.B. Wärmedämmplatten zugesetzt, dient aber auch als Zuschlagstoff für Leichtbeton, gebundene EPS-Schüttungen und Dämmputze sowie als Porenbildner in der Ziegelindustrie. Bei der Energierückgewinnung aus Styropor-Abfällen wird der Heizwert von Styropor in Müllverbrennungsanlagen und in Zementwerken genutzt: 1 kg Abfälle sparen 1,3 Liter wertvolles Heizöl.

Sollte es einmal genügend Mengen geben, könnte auch das chemische Recycling durchgeführt werden.

Unterscheidet sich die Deponierbarkeit von Styropor von Dämmstoffen organischen Ursprungs?
NEIN, die Deponierbarkeit ist analog zu Dämmstoffabfällen organischen Ursprungs wie etwa Kork, Holzfaser oder Hanf.

Styroporabfälle dürfen im Bauschutt auf gewöhnliche Baurestmassendeponien verbracht werden. Für eine bloße Ablagerung auf Deponien sind sie jedoch viel zu kostbar.

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