10.03.2015 | Gesundheit  
Contra
0 %
Kommentare (0)

DI (FH) Mag. Matthias Lechle

Die Dämm-Profiteure: Raumklima und Gesundheit

Viele Fragen ranken sich um das Thema gutes Raumklima durch richtige Dämmung. Zum Bespiel ob Dämmen Schuld an feuchten Wänden ist und der Gesundheit schaden kann. Hier ein paar Antworten, die zeigen weshalb nicht nur das Raumklima durch Dämmung aus Styropor profitiert – sondern auch Ihre Gesundheit.

 
    0

Hilft Dämmen GEGEN Schimmel und zu viel Feuchtigkeit im Innenraum?

JA, denn je besser ein Haus gedämmt ist, desto höher die Oberflächentemperatur an der Innenseite der Außenwände und umso geringer die Gefahr von Schimmelbildung. Schlecht gedämmt = Schimmelgefahr!

Eigentlich ganz logisch

wärmeImDialog_Brille_beschlagen

Wenn die warmen Innentemperaturen auf eine kalte Oberfläche treffen, werden sie stark herabgekühlt. Damit erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit – und mit ihr steigt die Schimmelgefahr. Gut sichtbar wird dieser Effekt bei Brillengläsern, die beschlagen sobald man vom Kalten kommend einen geheizten Raum betritt.

Durch gute Dämmung lässt sich genau diese Gefahr reduzieren, da die Dämmung der Außenwände dazu beiträgt, die Temperatur an ihrer Innenseite so weit als möglich an die Innenraumtemperatur anzugleichen.

Hält eine Dämmung mit Styropor die Feuchtigkeit im Raum?
NEIN, denn Styropor lässt ebenso viel Wasserdampf nach draußen wie beispielsweise Holz.

Übrigens: Die weit verbreitete These „atmender Wände“ wurde bereits 1928 widerlegt. Der Bauphysiker Erwin Raisch stellte fest, dass der Luftdurchgang pro Stunde allein durch ein Schlüsselloch 50-mal größer ist als der durch einen m² Außenwand!

Wie viel trägt richtiges Lüften zum gesunden Raumklima bei?
Fast alles! Denn ohne ausreichenden Luftwechsel kann Feuchtigkeit aus Räumen – egal ob und wie diese gedämmt sind – nicht abgeführt werden. Konventionell lüftet man durch Fenster (mittels Stoßlüftung) oder mittels kontrollierter Wohnraumlüftung.

Linkempfehlung: Das richtige Klima zum Wohlfühlen

Mit Lüften für Wohlfühlklima sorgen
Durch richtiges Lüften wird über 97 Prozent Feuchtigkeit nach außen abgeführt; die genaue Prozentzahl variiert je nach Temperatur der Außenluft zwischen 97 % bei kalter bis ca. 98,75 % bei warmer Luft.

Können aus Styropor-Zellen schädliche Stoffe entweichen?

NEIN, da Styropor-Zellen ausschließlich Luft enthalten und auch bei der Herstellung von Styropor keine umweltschädlichen Gase entstehen.

Also ist Dämmen mit Styropor gesundheitlich unbedenklich?
JA vollkommen. Styropor besteht zu 98 % aus Luft und bei der Herstellung sind umweltschädigende Treibmittel tabu.

Styropor wird mit Treibmittel „gebacken“
Einem Backvorgang nicht unähnlich werden treibmittelhaltige Polystyrol-Perlen mit Wasserdampf erhitzt. Sie dehnen sich bis zum 50-fachen ihres Volumens aus – daher enthält Styropor zu 98 % Luft!

Das verwendete Treibmittel heißt Pentan und kommt in der Natur vor. Es zählt NICHT zu den Treibhausgasen und schädigt daher auch die Ozonschicht nicht.

So gesund is(s)t Styropor
Dass Styropor als Material gesundheitlich unbedenklich ist, zeigt u.a. die Verwendung im sensiblen Bereich von Lebensmitteln oder als Bienenkörbe zur Honigproduktion.

Ihre Meinung zur Debatte?
Stimme nicht zu
Vielen Dank für Ihre Teilnahme

Ihre Antwort

captcha

Bitte CAPTCHA Text eingeben

Ähnliche Beiträge
Kommentare (0)