16.09.2014 | Wirtschaftlichkeit  
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Dr. Clemens Demacsek

Man muss Energie einsetzen um Energie zu sparen

Erfolgsgeschichten der thermischen Sanierung sind Alltag. Einen festen Bestandteil bildet dabei der Dämmstoff Styropor, der in erster Linie aus nicht-erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird. Ist das in Ordnung?

© LOSTINARCHITECTURE, Haus W. | ETHOUSE Award 2013, QG WDS© LOSTINARCHITECTURE, Haus W. | ETHOUSE Award 2013, QG WDS

Eine Antwort bekommt man, wenn man sich einen Weg durch den Ökobilanzen-Dschungel bahnt. Ökobilanzen betrachten die Lebensdauer eines Stoffes von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zur Wiederverwertung oder Entsorgung. Diese Ergebnisse kann man bewerten und den Einspareffekten gegenüberstellen. Dabei stellt man fest, dass Styropor weit weniger fossile Ressourcen (Erdöl, Erdgas, Kohle, etc.) benötigt, als manche „ökologischen Alternativen“. Über die Lebensdauer betrachtet amortisiert sich der Energieeinsatz bis zu 200-fach.

In der öffentlichen Debatte hingegen wird Styropor oft kritisch gesehen. Dabei wird die Frage gestellt, wie sinnvoll es ist, einen Stoff zum Energie sparen zu verbauen, der selbst aus Erdöl hergestellt wurde. In einem Interview mit dem Standard am 14. November 2012 kritisiert Manfred Haimbuchner, oö. Wohnbaulandesrat: „Da sparen wir also zuerst beim Öl, und dann picken wir das an die Wände?!“

Was ist Ihre Meinung? Denken Sie, dass man bei der thermischen Sanierung Stoffe einsetzen sollte, die selbst Primärenergie aus nicht erneuerbaren Quellen verbrauchen, doch unter dem Strich dazu führen, dass Energie eingespart wird? Dann klicken Sie „ICH STIMME ZU“. Oder sind Sie der Meinung, dass bei der energetischen Sanierung gänzlich auf Stoffe verzichtet werden sollte, die selbst nicht-erneuerbare Primärenergie verbrauchen? Dann klicken Sie „ICH STIMME NICHT ZU“. Ihre Meinung zählt!

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